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Pastoraler Raum Lippstadt ist da

By 3. Februar 2020 No Comments

Die Christen aus allen ehemaligen Lippstädter Pastoralverbünden haben sich am Sonntag, 2. Februar 2020, auf den Weg in ihre Zukunft als große Gemeinschaft gemacht. Beginnend in St. Joseph führte der Weggottesdienst mit dem Thema „In seinem Licht“ durch die Innenstadt – mit Stationen am Bernhardbrunnen, am Rathausplatz, an der Mariengrotte im Garten des Dreifaltigkeits-Hospitals und der Kirche St. Elisabeth.

Grenzen überschreiten

Als erster Impuls für den Weg wurden dabei von Süden nach Norden Grenzen überschritten – symbolische sowie solche, die nun aufgelöst sind. Aufgelöste Grenzen zeigten auch die Gruppen: So gestalteten 120 Sängerinnen und Sänger aus den Lippstädter Kirchenchören den Gottesdienst in den Kirchen und unterwegs. Hardiun Boeven und Christa Backmann organisierten das Zusammenspiel der Chöre an St. Joseph, St. Nicolai, St. Elisabeth, Libenter Canto, des Kirchenchores Cappel und Kirchenchores Esbeck-Hörste-Bökenförde. Dr. Andreas Kleine begleitete an der Orgel und Thomas Panner am E-Piano. Auch die Messdiener kamen aus unterschiedlichen Gemeinden. Ähnlich wie das Vorbereitungsteam für die Feier.

Gelebte Ökumene

Auch einige Lippstädter Mitchristen aus der evangelischen Kirchengemeinde Lippstadt begleiteten ihre Glaubensbrüder. Während Pfarrer Christoph Peters den Weggottesdienst für einen Spaziergang mit seinem Hund nutzte, beteten Pfarrer Thomas Hartmann und Pfarrer Thomas Wulf am Rathausplatz das gemeinsame Glaubensbekenntnis.

Bürgermeister Christoph Sommer hatte zuvor anstatt einer Predigt in seinem Grußwort das Ereignis als „großen Schritt“ eingeordnet. Er sei sich sicher, dass zwischen Lohe und Rebbeke der Charakter jeder einzelnen Gemeinde erhalten bleibe – genau wie dies bereits nach der kommunalen Neuordnung geschehen war.

Mit einem Weggottesdienst und Stationen in der Lippstädter Kernstadt feierten die Christen in Lippstadt einen Gottesdienst an Maria Lichtmess. Fotos: Schlüter

Dankeschön an Christian Laws und Ulrich Möller

Die Urkunde zur Gründung des Pastoralen Raums, unterzeichnet von Erzbischof Hans-Josef Becker, überreichte Pfarrer Markus Gudermann aus Warstein in seiner Rolle als stellvertretender Dechant. „Geduld und Hoffnung“ wünschte er seinem Kollegen und den Menschen in Lippstadt. Der nun leitende Pfarrer Thomas Wulf bekam zusätzlich einen Ordner, der ihn bei dem Prozess des Zusammenwachsens als Starterpaket in den kommenden zwei bis drei Jahren begleiten soll.

Ein Dankeschön für ihre Arbeit als Pfarrer erhielten Pastor Christian Laws und Ulrich Möller. Sie gaben ihre Position als Pfarrer für die Pastoralverbünde Süd-West und Esbeck-Hörste-Bökenförde ab. Laws zeichnete 22 Jahre als Pfarrer verantwortlich, Möller 28 Jahre. Gudermann bedankte sich dafür, dass beide ihre Gemeinden zur Selbstständigkeit bewegt hätten und damit gut auf die Veränderungen vorbereitet haben. „Leitung abzugeben ist eine Herausforderung“, so Gudermann. „Ihr bleibt weiterhin Seelsorger.“ ks

Pfarrer Markus Gudermann (l.) und Pfarrer Thomas Wulf (r.) überreichen Christian Laws (2.v.l.) und Ulrich Möller (2.v.r.) als Dankeschön für ihre Arbeit als Pfarrer jeweils eine Bibel. Beide werden künftig als Pastöre im Pastoralen Raum Lippstadt arbeiten und weiter als Seelsorger Ansprechpartner sein.

Weggottesdienst "In seinem Licht" in Bildern

Fotos: Karin Schlüter