Firmung St. Severinus Esbeck

Am Samstag, den 25.04.2026 fand in der Nicolaikirche Lippstadt die Firmmesse für 50 Jugendliche aus dem Kirchspiel St. Severinus statt.

Die sehr gut besuchte Messe wurde feierlich vom Weihbischof Matthias König und Pastor Küchler zelebriert. Unterstützt wurde sie musikalisch von der Organistin Brigitte Krause und dem von ihr geleiteten Jugendchor. Der Chor bot einen besonderen Hörgenuss und sorgte für eindrucksvolle musikalische Momente.

Die Begrüßung des Weihbischofs erfolgte durch die Firmbewerberinnen, Lara Süwolto und Maxi Tiemann mit einem Rückblick auf die Vorbereitung.

Unsere diesjährige Firmvorbereitung stand unter dem Leitgedanken:
„Firmung 2026 – Wegweiser im Labyrinth des Lebens“.
Dieses Bild hat uns begleitet und uns gezeigt, dass das Leben oft wie ein Labyrinth ist – voller Entscheidungen, Herausforderungen und manchmal auch Unsicherheiten. Umso wichtiger ist es, Orientierung zu finden und auf Wegweiser zu vertrauen, die uns Halt geben.

In einem Labyrinth gibt es keine Sackgassen. Jeder Weg führt letztlich zur Mitte – auch wenn er zwischendurch Umwege macht oder sich scheinbar wieder von ihr entfernt. Wenn wir dabei auf Gott und uns selber vertrauen, dürfen wir darauf hoffen, dass wir dennoch auf dem richtigen Weg sind.

Im Rahmen unserer Vorbereitung war diese Mitte für uns der heutige Tag – unsere Firmung. Mit jeder Gruppenstunde, mit jedem gemeinsamen Erlebnis haben wir uns Schritt für Schritt darauf zubewegt. An manchen Tagen waren die Schritte größer, an manchen kleiner – stehen geblieben sind wir nie.
Unsere intensive Vorbereitung waren die gemeinsamen Tage auf der Wewelsburg vom 07.04. bis zum 10.04. Dort haben wir uns intensiv mit den Veränderungen in unserer Welt und in unserem eigenen Leben auseinandergesetzt. Es tat gut, einmal innezuhalten und darüber nachzudenken, was uns prägt und wohin unser Weg führen kann und wer uns ein guter Wegbegleiter ist.

Besonders angesichts der aktuellen Krisen und Konflikte – etwa in der Ukraine und im Gaza-Streifen – wurde uns bewusst, wie sehr unsere Welt aus den Fugen geraten kann. In solchen Zeiten kann der Glaube eine wichtige Orientierung sein und uns Kraft, Hoffnung und Zuversicht schenken.

Während unserer Tage auf der Wewelsburg haben wir uns auch mit schwierigen Themen beschäftigt, wie Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus sowie sichtbarer und versteckter Gewalt in unserer Gesellschaft. Die Wewelsburg als historischer Ort hat uns dazu besonders herausgefordert. Der Besuch der Ausstellung über den Terror der SS sowie der Gedenkstätte Niederhagen hat uns tief bewegt und nachdenklich gemacht.

In einem Versteigerungsspiel haben wir uns mit unseren eigenen Werten beschäftigt und darüber nachgedacht, was uns im Leben wirklich wichtig ist. Außerdem sind wir der Frage nachgegangen, was Symbole bedeuten, um die Zeichen der Firmung besser verstehen zu können.

Die Pfingsterzählung aus der Apostelgeschichte haben wir auf kreative Weise umgesetzt. Auch die sieben Gaben des Heiligen Geistes haben wir näher kennengelernt und überlegt, welche Bedeutung sie für unser eigenes Leben haben können.

Darüber hinaus haben wir uns mit den Sakramenten sowie den Zeichen und Gesten der Firmung beschäftigt. All dieses Wissen hat uns schließlich geholfen, gemeinsam die Aufgaben eines Escape Rooms zu lösen und am Ende die entscheidende Lösung zu finden.

Nicht nur inhaltlich, sondern auch als Gemeinschaft sind wir in diesen Tagen zusammengewachsen. Schon die gemeinsame Fahrradtour zur Wewelsburg war ein besonderer Start, und von Tag zu Tag haben wir den Zusammenhalt untereinander stärker gespürt – ganz sicher auch eine der Gaben des Heiligen Geistes.

Zum Ende des Gottesdienstes bedankte sich Annette Schulte Angenendt besonders bei Weihbischof König, Pastor Küchler und bei all denen, die zum Gelingen des schönen Gottesdienst beigetragen haben.

Dank gebührte vor allem dem großartigen Team von Katecheten und Katechetinnen (insgesamt 17 Mitglieder unserer Gemeinde von 16-60 Jahren), die in über 1600 Stunden ehrenamtlicher Arbeit die Jugendlichen auf diesen wichtigen Tag vorbereitet haben. Ohne dieses Engagement wäre eine intensive Vorbereitung wie diese nicht möglich.

Obwohl Pastor Möller sich an diesem Wochenende zu seinem runden Geburtstag eine Auszeit genommen hatte und leider nicht dabei sein konnte, ließ er jedoch folgende Nachricht übermitteln: „Herzliche Grüße und Glückwünsche an die Jugendlichen. Und mein großes Kompliment an die Firmlinge und das Katechetenteam – zusammen wart ihr mein krönender Abschluss aller bisherigen Firmvorbereitungen.“