„Kroatiens Küstenzauber und Inselwelten“

Reisebericht der Gemeindefahrt St. Severinus 29.04. - 08.05.2026

Am 29.04. machten wir uns nach dem Reisesegen in der St. Severinus Kirche mit Pastor Möller und 38 Gemeindemitgliedern bei bestem Wetter auf den Weg nach Kroatien. Nach einer reibungslosen Hinfahrt und Flug nach Split hat uns die Reiseleiterin Ana-Marija Ban in Empfang genommen. 4 Tage übernachteten wir im Herzen von Dalmatien, Nähe von Trogir und Split, im familiengeführten Hotel Rotondo. Dort sind wir sehr gastfreundlich aufgenommen worden.

Am 2. Tag besuchten wir die Ruinen von Salona, die sich in der Nähe der heutigen Stadt Solin befinden. In den Ruinen der antiken römischen Stadt bekamen wir einen Eindruck davon, wie die Römer vor über 2000 Jahren gelebt haben. Salona war eine bedeutende Stadt im 2. Jahrhundert n.Chr. und die Hauptstadt von der römischen Provinz Dalmatien. Die Stadt war bekannt für ihre grandiose Architektur, darunter das Amphitheater, das Forum und die Basilika, in der wir eine morgendliche Andacht gehalten haben.  Anschließend sind wir weiter nach Split gefahren und haben eine Schifffahrt entlang der traumhaften Küste bei bestem Wetter, blauen Himmel und smaragdblauen Meer genossen. Dank des Wetterhochs „Bora“ war uns dieses vergönnt.

In Split haben wir die rechteckig angelegte Diokletian-Palastanlage besichtigt, mit dem kaiserlichen Mausoleum (heute eine Kathedrale) die in ihren Ausmaßen die gesamte Altstadt von Split beherbergt. In der zwei stündigen Freizeit zur Selbsterkundung der Stadt kamen natürlich die kulinarischen Köstlichkeiten, wie das leckere Eis, der Wein und die Fischgerichte nicht zu kurz.

Am 3. Tag ging es entlang der adriatischen Küste nach Šibenik. Auf dem Weg dorthin bestach die atemberaubende Landschaft durch ihre Kiefern- und Pinienwälder, Mittelmeerzypressen, Weingärten, Olivenhainen und dem Gebirge. In Šibenik besichtigten wir die sehenswerte Stadtfestigung mit den vielen verschlungenen Gassen, die zum Schlendern einluden.

Ein besonderes Highlight war die eindrucksvolle Jakobskathedrale aus dem 15. und 16. Jahrhundert, die zunächst im Stil der Gotik und später der Renaissance erbaut wurde. Ihre Bauweise ist außergewöhnlich, da die Steine ganz ohne Mörtel zusammengefügt wurden. Ebenfalls beeindruckend waren die 38 Meter hohe Kuppel sowie die filigran aus Stein gearbeitete, lichtdurchflutete Taufkapelle. Dann ging es weiter zum Nationalpark: Krka

Da der Park am 1. Mai für die Einheimischen kostenlos geöffnet war, sind mehr Besuchern als sonst in den Park gekommen. Wir konnten ihn aber dennoch genießen, da wir in aller Ruhe von AnaMarija als Gruppe dadurch geführt wurden. Die Stromschnellen, Wasserfälle und traumhaften Seen mit üppiger Vegetation luden zu vielen Haltestopps und Naturaufnahmen ein.

Am 4. Tag fuhren wir nach Zadar. Dort besichtigten wir die Altstadt mit ihren Kirchen aus dem 9. bis 12. Jahrhundert mit einem wunderschön zelebrierten Gottesdienst von Pastor Möller in der Kirche des Heiligen Simeon. Ein besonderes Schauspiel an der Uferpromenade war die Meeresorgel. Es ist ein einzigartiges Klangkunstwerk, das 2005 vom Architekten Nikola Basic entworfen wurde. Sie funktioniert durch die Kraft von Wellen und Wind, die Wasser und Luft in 35 unterirdische Röhren und Pfeifen drücken, welche unter den Marmorstufen an der Uferpromenade verbaut sind.

Am 5. Tag hieß es dann Kofferpacken und wir fuhren nach Makarska weiter. Doch vorher besichtigten wir die wunderschöne kleine Stadt Trogir (Weltkulturerbestätte) eine ehemalige griechische Gründung, mit einer Vielzahl von mittelalterlichen Kirchenbauten und Palästen aus der venezianischen Zeit. Die Kathedrale war leider für uns nicht zugänglich, da an diesem Wochenende die 1. heilige Kommunion und Firmung gefeiert wurde, dafür hatten wir vollstes Verständnis. Somit stand uns Zeit zur Verfügung und wir konnten das Städtchen mit den vielen verwinkelten Gassen entdecken.  In Makarska bezogen wir ein modern gestaltetes Hotel mit Strandnähe. Die Wassertemperaturen im Pool sowie auch im Meer lagen zwischen15 und 16 Grad, doch einige wagtes sich ins kühle Nass.

Am 6. Tag fuhren wir mit der Fähre zur Insel Hvar, die Insel des Honigs, des Lavendels und des Weines. Wir wollten die Kathedrale Sv.Stjepana besichtigen, doch die Türen waren leider

verschlossen. Wir wurden von Ana-Marija durch die Stadt geführt, mit herrlichem Blick auf die Festung und das glasklare Meer. Weiter ging die Fahrt nach Stari Grad, älteste Stadt und Zentrum des Weinbaus der Insel. Dort besuchten wir den um 1520 erbauten Landsitz von dem Renaissance-Dichter und Philosophen Petar Hektorovic. Sein naturbelassener Garten und Fischteich ist besonders durch Wildkräuter und Pflanzen geprägt und zog uns in seinen Bann. Ante, unser kroatischer Busfahrer wurde auf der Insel mit vielen engen Straßenführungen und Baustellen konfrontiert, die er mit einer Seelenruhe und Fahrkenntnissen meisterte. Wir hielten die Luft an und ließen ihn konzentriert den Bus Zentimeter für Zentimeter dadurch führen. Der zu erwähnende Verlust, war eine verlorene Radkappe. Wieder am Abend zurück im Hotel mit Stärkung am großen vielseitigen Buffet, hieß es Kofferpacken und weiter ging es

am 7. Tag nach Bosnien- Herzegowina zum Weinkeller “Andrija“. Dort hat uns der Besitzer, ein großer Patriarch, mit Stolz vieles über sein Weingut, seine Familie und seine Herkunft erzählt. Das Weingut ist bereits seit vier Generationen im Besitz seiner Familie. Wir konnten drei Spitzenweine und zwei Schnäpse genießen und wurden kulinarisch mit Käsesorten, Oliven, Schinken, Speck und hausgemachtem Brot verwöhnt. Da uns viel Zeit beim Grenzübergang genommen wurde und wir geduldig warten mussten, blieb uns keine Zeit

mehr die Weinberge und weitere Weinkeller zu besichtigen. Denn die Weiterfahrt ging nach Mostar, um das Wahrzeichen der Stadt aus dem 16. Jahrhundert zu besichtigen. Die sogenannte „Alte Brücke“ geht über den smaragdgrünen Fluss Neretva.

Die Brücke wurde im Bosnienkrieg 1993 zerstört. 1996 bis 2004 wurde sie rekonstruiert und teilweise mit den Originalsteinen wiedererrichtet, sodass sie anschließend in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen werden konnte. Sie steht als Symbol nach dem Krieg für die Verbindung aller Völker und das Miteinanderleben der Muslime und Christen in Mostar. Nach der Besichtigung einer kleinen Moschee ging es dann weiter nach Dubrovnik mit Hotelbezug für zwei Nächte.

Am 8. Tag in Dubrovnik besuchten wir den Rektorenpalast mit dem kulturhistorischen Museum. Am Treppenaufgang sowie weiteren akustisch besonderen Orten stellte sich unsere Reisegruppe als Chor auf und sang Kirchenlieder. Dabei erzeugte die Gruppe eine berührende Atmosphäre, die auch anwesende Besucher begeisterte. Wir besichtigten das Dominikaner-Kloster mit der Kirche im romanischen Stil, die dem heiligen Jacob geweiht wurde. Die Kirche besticht durch ihren schönen Kreuzgang und erschien uns als Ort der Ruhe, trotz der Menschenmengen die in die Altstadt strömten. Anschließend ging es in die St. Blasius Kirche, in der Pastor Möller eine Messe feierte und den Blasiussegen spendete. Zu bemerken ist, dass außer der Reisegruppe auch andere Gläubige an der Messe teilgenommen haben.

Das Wetter änderte sich. Es stellte sich Regen und Wind ein (Wettertief Jugo) auf Grund dessen fuhr die Seilbahn nicht mehr und wir konnten leider nicht den spektakulären Panoramablick über Altstadt, das Meer und die Insel erleben. Zurück zum Hotel, hieß es dann wieder Kofferpacken und

am 9. Tag ging es mit der Fähre zur Insel Korcula. Da es eine Sturmwarnung gab wurde unsere Reiseleitung sehr unruhig. Doch die Bedenken waren überflüssig und wir konnten Korcula mit der mittelalterlichen Befestigung und dem malerisch gelegen Hafen besichtigen. Dort besichtigten wir die Markus-Kathedrale aus dem 14. und 15. Jahrhundert mit Schatzkammer und Ikonenmuseum, eindrucksvolle Paläste im Stil der Gotik und der Renaissance. Auch die Geschichten über die bestehenden Bruderschaften haben uns sehr in den Bann gezogen. Das Wettertief „Jugo“ hatte sich gelegt und wir konnten die lange Überfahrt von drei Stunden mit der Fähre nach Split genießen. In dem Hotel Rotondo haben wir dann zum Abschluss noch einmal übernachtet und sind schon am frühen Morgen mit einem Lunchpaket bepackt zum Flughafen gefahren. Es war eine reibungslose Rückfahrt mit ruhigem Flug und staufreier Busfahrt nach Esbeck.

Fazit von Pastor Möller: Ante, der besonnene Busfahrer aus Kroatien und Ana-Marija, die herzliche und heimatverbundene Kroatin waren ein starkes Team.
Unsere Reisegruppe war sehr homogen, unkompliziert und absolut pünktlich. Eine spürbare Vertrautheit mit einer Fürsorge untereinander zeichnete unsere Gemeindefahrt aus.
Dem charmanten Begleitpersonal Petra Nikolic und Gerda Meyer, die für die organisatorische Unterstützung mitverantwortlich waren und auch dem Koffertrupp, der sich spontan für das Ein- und Ausladen gefunden hat, gilt es einen besonderen Dank auszusprechen.

Wir sagen DANKE an Pastor Möller und dem Team für die großartige Vorbereitung und Begleitung.

Kroatien wird uns Allen in guter und unvergesslicher Erinnerung bleiben.

 

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