Die Pfarrkirche Sankt Martinus

Die Gründung der Pfarrei Benninghausen läßt sich in den schriftlichen Quellen ebenso wenig greifen wie ihre Geschichte vor 1240.

Die vor 1240 als Eigenkirche des Ritters Johann von Erwitte und seiner Ehefrau wurde mit der urkundlichen Übertragung 1240 den Zisterzienserinnen zur Nutzung übergeben, wobei die Pfarrechte erhalten blieben.

Der alte Wehrturm der sich bis heute erhalten hat stammt aus der ersten Hälfte des12. Jahrhundert, dient heute noch als Glockenturm.

1240 Die Eigenkirche als Klosterkirche den Nonnen übergeben.
1350 Ein romanischer Neubau ersetzt die baufällig gewordene Kirche.
1514 Bau der jetzigen Kirche durch die Äbtissin Anna von Kettler unter Mithilfe der Gemeinde/Kosten 1000 Goldgulden.
1892 Anbau von Muttergotteskapelle und Sakristei.
1957 Beseitigung der Kriegsschäden:
Erneuerung der Chorfenster, Ausmalung der Kirche
und Einbau der Heizung.
1981 Archäologische Ausgrabungen Innenrenovierung und
Erneuerung der Schiefereindeckung an Turm und Kirche.

Auf Grund der archäologischen Ergebnisse die zur Datierung der ersten Benninghauser Kirche hätten beitragen können, waren nicht möglich. Die Tatsache, „das die Kirche ursprünglich keinen Westturm hatte, für ihre Entsteung im 11.Jahrhundert,wenn nicht viel früher „,spricht. Wir dürfen also davon ausgehen, das ein Vorgängerbau der St. Martinus Kirche bereits
vor dem 11.Jahrhundert bestand.

 

Die Gemeinde Benninghausen verfügt über eine lebendige Messdienergemeinschaft.

 

 

 

Der Benninghauser Kruzifixus gehört zu den außergewöhnlichsten Christusbildern des hohen Mittelalters. Der Körper mit den langen, schlanken Gliedmaßen wirkt wie vor das Kreuz gespannt, überzogen von einem dichten Netz an Muskeln und Sehnen, ähnlich wie das Lendentuch mit seinen dichten Falten. Der Kruzifixus wurde erst nach einer umfassenden Restaurierung im Jahre 1950 als ein Werk des 11. Jahrhunderts erkannt.
Zuletzt wurde es für die Canossa-Ausstellung 2006 in Paderborn gereinigt.

Die Kapelle wurde 1700 auf dem „Broik“ auf der Kaldewei zur größeren Ehre Gottes, aber besonders zum Heiligen Antonius von Padua erbaut.
Am 22. Juni 1700 wurde das 1. Hochamt darin gelesen.
Weil die Kapelle zu abgelegen war, wurde sie 1771 vond er Kaldewei nach Ünninghausen auf den jetzigen Platz übertragen. (Ünninghauser Straße/Ecke Kaldeweistraße)
Im Jahre 1931 wurde die Kapelle wegen Baufälligkeit von der Familie Schulte-Hötte (zum frommen Gedenken des verstorbenen Sohnes Friedrich) unter Mithilfe der Dorfbewohner am gleichen Standort erneuert.

Der Altar trägt die Jahreszahl 1701  und stammt aus der 1. Kapelle von der Kaldewei.

Im Frühjahr 1984 führten die Schützen der Rosenkompanie des Schützenvereins St. Martin Benninghausen die Außenrenovierung durch. So soll dieses historische Baudenkmal zum Ruhme Gottes und zu Ehren des Schutzpatrons des Hl. Antonius von Padua erhalten bleiben. Seitdem richtet die Rosenkompanie alle 2 Jahre am Pfingstsamstag ein Kapellenfest aus.

1987 stand dann eine Innenrenovierung an und 1992 ließ die Rosenkompanie eine Muttergottes mit Kind schnitzen.
1999 wurde das Dach erneuert und im Jahre 2000 die drei Fenster über der Eingangstür restauriert.
2001 stifteten Alois und Elli Schulte-Hötte eine Sicherheitsglas-Eingangstür.
2002 wurde der Außenputz erneuert und der Sockel neu ausgefugt.

 

Von Mai bis Ende September finden 14-tägig dienstags Abendmessen in der Kapelle statt, die jeweils sehr gut besucht werden.
Nach den Gottesdiensten finden die Besucher sich vor der Kapelle noch auf ein nettes Gespräch und manchmal auch auf ein gegrilltes Würstchen zusammen.

Jugendtreff Benninghausen
„Pater-Flanagan-Haus“, Dorfstraße 21
59556 Lippstadt

für Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren
Dienstag: 17.00 bis 20.00 Uhr
Mittwoch: 16.30 bis 18.30 Uhr