Wallfahrtsort und Marienverehrung

Eine Besonderheit im Pastoralen Raum Lippstadt bildet die Bökenförder St. Dionysiuskirche, die seit Jahrhunderten der einzige Ort der Marienverehrung im Pastoralen Raum Lippstadt (und auch Dekanat Lippstadt-Rüthen) ist. Die Marienverehrung zur „Mutter der göttlichen Gnade“ in der Kirche aber auch die Prozessionen zum Brünneken (Dreifaltigkeit und Maria Himmelfahrt) mit dem Gnadenbild sind fester Bestandteil in der Gemeinde.

Die Prozession „Maria Himmelfahrt“ wird inhaltlich von Ehrenamtlichen vorbereitet und durchgeführt, um die Tradition zu erhalten. Besonders hervorzuheben ist die Männerwallfahrt am Pfingstmontag, zu der zahlreiche Männergruppen aus dem Dekanat und darüber hinaus kommen. Die Wallfahrten verschiedener Kfds besuchen das Gnadenbild in regelmäßigen Abständen. Täglich kommen Gläubige und Pilger in die Kirche/zum Brünneken und verweilen vor dem Gnadenbild.

Das Brünneken wurde 2015 renoviert, um den Gläubigen einen angemessenen Ort der Besinnung und des Gebetes zu ermöglichen.

(Quelle: Pastoralkonzept des ehemaligen Pastoralverbundes Esbeck-Hörste-Bökenförde, 11.5.2016)

Legende besagt Erscheinen der Gottesmutter

Die romanische Pfeilerbasilika zählt zu den ältesten Kirchen der Region und liegt in der Dorfmitte. Der Westturm als ältester Teil der Pfarrkirche stammt aus dem frühen 12. Jahrhundert. Erst im letzten Viertel des 12. Jahrhunderts wurde die dreischiffige Pfeilerbasilika an den Turm angebaut. Wie eine Legende berichtet erschien die Gottesmutter einem Hirten. So kam die Kirche zu einem Gnadenbild, das seither in Bökenförde verehrt wird.

Der Innenraum der St. Dionysius Kirche, die im Volksmund auch als „Kleiner Dom am Hellweg“ bezeichnet wird, wirkt monumental.

Im Turm findet man das achteckige Taufbecken aus Sandstein aus dem Jahr 1583. Das Kreuz im Turm stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Der Kreuzweg an der Nordseite wurde vom Künstler Heinrich Gerhard Bücker 1962 geschaffen. In der Apsis befindet sich der Marienaltar mit dem Gnadenbild. Die von Bücker entworfene Mariensäule nimmt das alte Gnadenbild der „mater divinae gratiae“ („Mutter der göttlichen Gnade“) auf. Die Säule ist einem Bildstock nachempfunden. Das Gnadenbild selbst ist rund 800 Jahre alt. Es ist vom Typus her als romanische Sitzmadonna aus Lindenholz gearbeitet.

Im Erweiterungsbau von 1900 befindet sich der Altar. Dieser wurde bei der Renovierung 1961 als Tisch aus 2 großen Blöcken Anröchter Natursteins geschaffen. Die hinter dem Altar stehende Säule ist aus dem gleichen Material gestaltet. Das Kreuz ist aus Mooreiche und trägt Bergkristalle. (Quelle: Gemeindeinformation, alte Homepage)

Im Jahr 2016 ist die Kirche renoviert worden.

Foto: Michael Fortmann

St. Dionysius
Rüthener Str. 29
59558 Lippstadt-Bökenförde
Tel. 0 29 41 / 1 26 10

Gnadenbild zu Bökenförde

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Bekannt ist auch der Bökenförder  Marienwallfahrtsort „Brünneken“.