Zwei Chöre singen in einem großen Chor

Adventliche Musik am 29. in der St. Clemens Kirche in Rheda und am 30.11.25 in St. Bonifatius in Lippstadt

Wenn zwei Chöre eine Kooperation eingehen, ist dies stets ein Wagnis: Passen die Repertoires zusammen? Verstehen sich die Sängerinnen und Sänger untereinander? Klappt das Dirigieren von zwei verschiedenen Leitungen, die unterschiedliche Stile haben? Werden sich alle einig oder gibt es Meinungsverschiedenheiten?
Für Libenter Canto aus Lippstadt und Cantiamo aus Rheda hat sich dieses Wagnis gelohnt.
In Fahrgemeinschaften ging es nach den Herbstferien mit gemischten Gefühlen und viel Neugier zur ersten gemeinsamen Probe nach Rheda. Dort wurde schnell klar: Chorleiterin Ulrike Nowak-Heil macht das in Rheda ganz anders.
Während sie dirigiert, spielt sie gleichzeitig am Klavier. Das waren die Lippstädter Musiker und Musikerinnen so nicht gewöhnt. Denn ihre Chorleiterin Christa Backmann kann sich jederzeit ganz dem Anzeigen von Anfang, Coda und Schlusssilben widmen – bei Libenter Canto gibt es einen eignen Pianisten.
So war die erste Aufgabe der Sängerinnen und Sänger: Aufpassen und lesen lernen, was Ulrike anzeigt. „Puh! Gar nicht so einfach!“, konnte man in verschiedenen Worten und Stimmungsbildern den anschließenden Gesprächen entnehmen. Nach der Probe hatten die Gastgeber aus Rheda noch einen kleinen Umtrunk vorbereitet. Erste Annährungen begannen. Die Chorleitungen Christa und Ulrike beobachteten neugierig, was sich da tat.
Tatsächlich dauerte es nicht lange, bis aus diesen zwei Chören im Grunde ein großer Chor entstand: Mit Menschen, die sich untereinander verstanden, herzlich miteinander sprachen und mit Liedern, die bei den Auftritten am 1. Adventswochenende in Rheda und Lippstadt für ein Mitschwingen im Publikum sorgten. Sogar ein paar Tränen der Rührung waren in einigen Gesichtern zu beobachten. Und das empfand Christa Backmann als ganz besonders schönes Feedback, wie sie nach dem Auftritt sagte. Auch Ulrike Nowak-Heil lobte alle, die mitgemacht haben. Neben Gesang gab es Flötensoli, Gitarrenbegleitung und auch einzelne Stücke der beiden Chöre.
Nur… das fühlte sich für manches Chormitglied schon komisch an – fast so, als ob ein paar Stimmen fehlten – wenn der befreundete Chor in ein paar Stücken nicht mitsang. Eine Sache konnten die jeweils anderen Chöre jedoch sehr genießen, bei den Stücken, wo sie nicht zusammen auf der Bühne standen: Da konnte man mal ganz entspannt zuhören und den harmonischen Gesang dieser emotionalen Texte und Noten zum Advent selbst genießen. Nach dem Auftritt verbrachten alle Sängerinnen und Sänger noch viele Stunden bei Kerzenschein im großen gemeinsamen Chor im Pfarrheim St. Bonifatius.

 

 

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