Einblicke

Fronleichnam 2020 – alles ist anders, oder doch nicht?

By 20. Juni 2020 No Comments

In diesem ungewöhnlichen Jahr ist scheinbar alles anders. Manchmal nur scheinbar oder „nur“ verändert.

Mit dem Herunterfahren des öffentlichen Lebens im Frühjahr und dem damit verbundenen Ausfall der Gottesdienste schien es, als wäre der Motivteppich zu Fronleichnam in St. Nicolai auch ein Fall für das nächste Jahr. Ausgerechnet der 10. Teppich – quasi der Jubliäumsteppich sollte der Pandemie zum Opfer fallen! Schade.
Nachdem dann ab Anfang Mai wieder Gottesdienste gefeiert werden dürfen, war die ursprünglich angedachte Planung wieder möglich.

Der große Motivteppich ist nach Vorlagen von Altarbildern der Künstlerin Hortense von Gelmini gelegt. Die Künstlerin gab die Freigabe zur Nutzung der Motive. Die Altarrentabeln tragen den Titel „Gloria Dei“ und befinden sich im Original in der Friedhofskapelle zu Kirchzarten. Sie beeindrucken durch eine schlichte Formensprache und intensive Farbgebung. Von der Größe her ist der Motivteppich in St. Nicolai nur wenig kleiner als das Original.
Neben diesem großen Motivteppich findet sich in diesem Jahr vor dem Altar die Darstellung des brennenden Dornbusches. Dieses Motiv wurde ausgesucht, weil die Zusage Gottes „Ich bin der „Ich bin da““ gerade in dieser Zeit der Pandemie, in der viele Menschen unsicher sind, wichtig und gültig ist. Passend zu dem Bild wurde eine kurze Meditation erstellt, die im Fronleichnamsgottesdienst gelesen wurde. Diese Meditation ist auch auf dieser Homepage zu finden unter den Impulsen.

Drei weitere Bilder der Künstlerin Hortense von Gelmini wurden ebenfalls in Bodenbilder umgesetzt. Auch hier bekam das Vorbereitungsteam die Freigabe der Künstlerin, die sich darüber freute, dass ihre Bilder als Zeugnis gelebten Glaubens genutzt werden.

Die gelegten Bodenbilder sind noch in der St. Nicolaikirche zu sehen. Daneben finden sich die Erklärungen zum großen Motivteppich und auch eine kleine Rückschau auf 10 Fronleichnamsteppiche in St. Nicolai und ihre Entwicklung von 2011 bis 2020.